Das einzige Bass-Saxophon-Quartett des Universums

Schrott-Presse

NDR "Play Jazz"
CD der Woche, Jan. 2014

Bei Live-Konzerten ist schon der Anblick ein Knüller: vier Berge aus vergoldetem Blech auf der Bühne. Jedes Instrument ist knapp zehn Kilo schwer, voller Klappen und Verbindungsstreben von Mundstück bis Schalltrichter und am besten im Sitzen zu spielen. Das Bass-Saxofon-Quartett "Deep Schrott" ist immer ein Erlebnis und laut Gründer Dirk Raulf: "Das Einzige im Universum".

"The Dark Side of Deep Schrott, Vol. 1" versammelt viel monumentale Finsternis: vorzugsweise Kompositionen aus der Schwermetall-Werkstatt des Rock. Gleich drei Schlachtrösser von "Black Sabbath" hat Raulf unter frischen Dampf gesetzt, außerdem Musik von den "Residents". Jan Klare arrangierte Musik aus Filmen von David Lynch, also Material von "Police" bis David Bowie, aber auch Jim Morrisons "Doors"-Abgrundsong "The End". Andreas Kaling nahm sich Alice Cooper vor, und Wollie Kaiser steuerte eine Komposition über Geheimdienste bei: NSA-Schnüffelei auf dem Bass-Saxofon. Genauer auf vier Bass-Saxofonen - denn der Charme des Spektakels entwickelt sich erst aus der Gemeinschaft dieser vier Instrumental-Extremisten.

Der hämmernde Rhythmus der Rock-Veteranen kommt der Klangstruktur der Tieftöner naturgemäß entgegen; rocken und rollen liegt ihnen sehr. Darüber hinaus aber (und damit es nie langweilig wird) müssen die unterweltlichen Verhältnisse noch zum Tanzen gebracht werden. Und da lauern die echten Überraschungen im neuen Projekt von "Deep Schrott".

Denn die Wuchtbrummer können auch singen. Vielleicht nicht gerade fröhlich, das ist auch nicht gewollt auf der "dark side". Aber allemal genau so verblüffend leicht und ironisch wie auf ihrer Debut-CD. So haben die tiefgründelnden Abseitigkeiten im Dunkel-Spektrum der Musik nichts von intellektueller Angstmacherei. Letztlich geht es "Deep Schrott" um Forschung pur: Was ist zu hören, was kann sich hören lassen an Kostbarkeiten aus dem Reich der ganz tiefen Töne?

Wie klingen vier Stimmen, die eher Schiffssirenen ähneln, wenn sie sich auf die Differenzierungen klug und effektvoll komponierter Musik einlassen? Wie viel Ironie und purer Spaß ist möglich, wenn sich vier Klang-Elefanten auf den Weg durch die Steppe machen? Eine ganze Menge - das beweist die neue CD von "Deep Schrott".

Michael Laages

Westzeit, Feb. 2014
Das seit Jahren eingespielte Basssaxophonquartett Wollie Kaiser, Andreas Kaling, Jan Klare und Dirk Raulf widmet sich auf seinem dritten Tonträger der dunklen Seite des Rock'n'Roll, zieht sie einmal durch das schlammige Wechselbad aus Werktreue und Interpretationsfreiheit und präsentiert dann eine durchgängig konsequente und logische eigene Sicht auf die Rockgeschichte.
Klaus Hübner

Musenblätter, Feb. 2014
Also, wenn ich künftig mal wirklich nicht gut drauf bin, habe ich seit kurzem zur Abhilfe ein probates Mittel zu Hause – nicht zwischen den bunten Pillen und Pülverchen, sondern im Plattenschrank: die neue CD von Deep Schrott. Die Jungs blasen mir den ganzen Mist einfach aus der Birne. (...) Garantiert hat noch nie jemand zuvor Black Sabbath, Alice Cooper, The Doors, Nirvana, The Residents oder Angelo Badalamentis Soundtracks zu David Lynch so eindrucksvoll interpretiert – nicht einmal die selbst. Wollie Kaiser, Andreas Kailing, Jan Klare und Dirk Raulf, auch mit eigenen Stücken auf Augenhöhe mit den Größen der progressiven Rockmusik aller Spielarten, haben es drauf. Der trotz seiner elementaren Gewalt filigrane Sound der vier Baßsaxophone fährt in die Knochen, geht unter die Haut, macht den Kopf frei und fetzt jedes Mal aufs neue vom Gemüt, was Miesnicks versucht haben dort abzuladen. Das hilft und kommt über uns wie der Alien-Raumschiff-Sound in 'Close Encounters of the 3rd Kind'.
Frank Becker
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Bad Alchemy 80, 2014
DEEP SCHROTT The Dark Side of Deep Schrott Vol. 1 (Poise edition 23): Das »einzige Bass-Saxophon-Quartett des Universums« gefällt mir da am besten, wo es in der Kompositions- und Arrangierkunst von Wollie Kaiser, Andreas Kaling, Jan Klare und Dirk Raulf für sich selbst steht, ohne vom Das-kenn-ich-doch-Effekt überschattet (überstrahlt?) zu werden. Allerdings ist Schatten ja hier ein zentrales Thema, als Beschwörung dunkler Metal-Geister und Verbrüderung mit finsteren Metal-Buben. Wobei ich den Auftakt, 'Inner Vision' von System of a Down, gleich mal nicht (er)kenne, weil die kalifornische Band mir kein Begriff ist. Alice Cooper ('Billion Dollar Babies'), Black Sabbath, die mit ihren bekanntesten Hits zu hören sind, ebenso wie Nirvana ('Smells Like Teen Spirit') und The Doors ('The End') werden danach in und trotz all ihrer Kenntlichkeit in eine Dimension gestemmt, aus denen sie verwandelt wieder auftauchen wie Hulk aus dem Gammastrahl. Dazu passt die 'Iron Man'-Hymne: Is he alive or dead? Has he thoughts within his head... Heavy boots of lead Fills his victims full of dread. Blasmusik als Metal-Twister, was für eine Transformation ihres 'natürlichen' Zentnergewichts ins Tonnenschwere. Mit allerdings eher elegischem als cholerischem Naturell, speziell dann, wenn Kaiser Regie führt, wie bei 'Secret Service', einem von drei Stücken im Geiste von. Wobei auch da die genuine Hardboildness letzlich triumphiert, wenn auch mit Kratzern. 'Paranoid' tribbelt in erstaunlichen Stakkatos, Kalings Tantra 'Yamantaka' verwandelt unter Geißelschlägen Zorn in Gefasstheit, Nirvanas 'Teen Spirit' erklingt noch einmal als taufrischer Weckruf. Ganz in eine cineastische Imagination taucht einen das 'Lynch'-Medley (3/5 Badalamenti, aufgemischt mit Depeche Modes 'Personal Jesus' und 'I'm Deranged' von Bowie/Eno). Twin Peaks-Feeling und andere wilde Herzbewegung lässt die bloße Bewunderung der Technik und skeptisches Staunen vergessen. 'The End' ist nicht das Ende, sondern ein Once more with feeling, das Morrisons Bitterkeit ausspart. Den Schlusspunkt setzt der 'Simple Song' von The Residents: We are simple, You are simple, Life is simple, too. Ha!
Rigobert Dittmann

Stadtrevue Köln, Jan. 2014
Ein satter, schwerer, schnurrender, röhrender Sound - das ist charakteristisch für das Basssaxofon. Aber nicht unbedingt charakteristisch für Deep Schrott, das einzigartig dastehende Bass-Sax-only-Quartett. Kaiser, Kaling, Klare und Raulf verwandeln das schwere Gerät in federleicht elegante Hochpräzisionsinstrumente. Deep Schrott bedient natürlich alle Klischees und bricht - natürlich - mit ihnen. Es geht um die Show, es geht aber auch um viel mehr. Ihre aktuelle CD "The Dark Side" enthält Stücke von Black Sabbath, Alice Cooper, The Doors oder Depeche Mode. Das ergibt Sinn, denn diese Pop-Klassiker erweisen sich im besten Sinne als Sprungbretter für die wunderbaren Tiefklang-Exkursionen der vier Virtuosen.
Felix Klopothek

Rondo, 1. Feb. 2014
... streuen sie eine gewaltige Menge Humor in die Metallbearbeitung, karikieren die Gepflogenheiten der Rockbranche ein wenig und ziemlich klangmalerisch free, versöhnen dann aber wieder mit reckenden Ostinati und klaren, an die Gesangsstimmen der Stücke erinnernden Melodien. 'The End' der Doors leitet das Finale ein, und zum Schluss verkünden sie mit den Residents in der einzigen Gesangsnummer des Albums noch: 'We are simple, you are simple, life is simple too'. Das mag der Simpel glauben oder nicht. Deep Schrott ist jedenfalls weder Schrott noch simpel.
Werner Stiefele

u1amo01.de, 18. Jan. 2014
Eisler, Bob Dylan, Black Sabbath und Abba (»The winner takes it all«) in einem Konzert? Doch, gibt es. Beim einzigen bekannten Baßsaxophonquartett des Universums: Deep Schrott. Großartig! Das fand auch das Publikum im gut besuchten Haßlocher Kulturviereck und ließ die Band erst nach mehreren Zugaben von der Bühne.
Klaus Neubauer
Ganzer Text mit Konzertfotos

Neue Westfälische, 17. Jan. 2014
Wollie Kaiser, Andreas Kaling, Jan Klare und Dirk Raulf verbinden ihren Enthusiasmus stets mit einer gehörigen Portion Augenzwinkern, und sie haben die Arrangierkunst für ihr sperriges Instrument inzwischen zu so einer Meisterschaft entwickelt, dass auch Skeptiker Respekt zollen müssen. Allein schon die packende Rhythmusarbeit fesselt, ja man darf sagen: die Bass-Saxophone rocken und rollen.

nrwjazz.de, Jan. 2014
Wer glaubt, dass vierfach in den Keller transponierte Musik monoton klänge, wird schnell eines Besseren belehrt. Dem Quartett gelingt schier Unglaubliches: Vier Saxophone in Bass-Lage zusammenzubringen, ist nicht nur originell, die Umsetzung von Deep Schrott ist in den Tonhöhen (besser: -tiefen) des Instruments äußerst differenziert. Melodie-, Akkord- und Rhythmusspur sind raffiniert aufeinander bezogen und abgestimmt. Dass Tieftöner selbstredend – gerade bei rockorientierter Metal-Musik – die rhythmischen Riffs übernehmen und effektbetont übersetzen, ist für ein Saxophon-Quartett erwartbar. Dass jedoch im Tonsatz auch auf Bass-Höhe Akkorde und Melodien gleichzeitig richtig gut klingen, dass instrumentelle Monster wie Bass-Saxos zu behenden Läufen bei Soloeinlagen eingesetzt werden, das lässt auf ein großes musikalisches Feingefühl, auf eine kompositorische und improvisatorische Meisterschaft der vier Musiker schließen. Der Musik von Deep Schrott hört man an, dass Wollie Kaiser, Andreas Kaling, Jan Klare und Dirk Raulf perfekt eingespielt sind und mit technischer Brillanz und auch Witz ihre Instrumenten-Jumbos zum Tanzen bringen. Die Eigenkompositionen und Arrangements sind hochintelligente und –virtuose Beispiele für präzise und poetische Blasmusik – und dies ist erst recht vor dem Hintergrund der wirklich außerordentlichen Instrumentierung erstaunlich.
Heinrich Brinkmöller-Becker

Amusio.com, 30. Dez. 2013
Um das Phänomen Deep Schrott in Worte zu kleiden, haben nationale und internationale Kulturredakteure schon so manchen eigenartigen Griff in die Metaphernsalat-Schüssel getätigt („die Eleganz der Schiffssirenen“, „Jumbo-Sturzflug, der nur das Unwahrscheinliche als Herausforderung annimmt“).
Originalität und Virtuosität gepaart mit Repertoire und Stil – und das alles auf dem massiven Fundament von vier Bass-Saxophonen, längst aus der Mode gekommenen Soundmonstern, deren Beherrschung allein schon größten Respekt einfordert. Um nun den Klang des Quartetts zu beschreiben, müssten wieder die irrsten Metaphern herhalten. Doch stattdessen sei bei dieser Gelegenheit dringend zum Selbstversuch geraten.
Stephan Wolf


Bad Alchemy 72, 2012
"DEEP SCHROTT Plays Dylan & Eisler (Poise, edition 19): Dieses ist der zweite Streich. Nach den Beatles, Led Zeppelin, Fleetwood Mac, King Crimson etc. erfahren nun 9 Dylan-Songs und 4 von Hanns Eisler eine tiefgründige, frischluftige Neubearbeitung. Dirk Raulf, Andreas Kaling, Jan Klare & Wollie Kaiser, um sie zu nennen, wie sie im Stereoraum stehen, zeigen, dass 'Mr. Tambourine Man', 'Like A Rolling Stone', 'Ballad Of A Thin Man', das schwungvolle 'I Want You', ein wie einst in den Katakomben gegospeltes 'Blowing In The Wind' etc. wie dafür geschaffen sind, als Blasmusik neugeboren zu werden. Der ganz besonderen Blasmusik von vier Bass-Saxophonen! Nicht als Gag, vielmehr als verehrendes Ständchen für den 70 gewordenen Dylan als großen Melodienerfinder. Im Auffächern der melodischen Substanz auf vier sonore Kehlen wird Dylan, deutlicher noch als beim idiosynkratischen Reiz seiner Eigeninterpretationen und unabhängig von seinen nobelpreisverdächtigen Lyrics, bestätigt als Songschreiber von der seltenen Güte von Lennon & McCartney, Bacharach, Bach. Sogar das abgedroschene 'Knockin' On Heaven's Door' wird in zuckend geblasener Hymnik als unverwüstliches Juwel aufpoliert. 'Rainy Day Woman' hat Kaiser arrangiert als so komplexen wie mitreißenden Rhythm'n'Blues mit ungebrochener Ausflipppotenz. Everybody must get stoned! Mit ppp! Danach erklang im 'Kölner Wohnzimmertheater', wo dieser Livemitschnitt entstand, noch ein Eisler-Quartett. Im Andenken an den unerwartet verstorbenen Produzenten Tim Buktu ist die Aufnahme in seinem naturgetreuen Rohmix zu hören. 'An den kleinen Radioapparat', das aufgekratzte 'Die Freie Wirtschaft' und melancholische 'Das Vielleicht-Lied' sind wie für Deep Schrott geschaffen. Überhaupt ist Eisler-Material wieder Pflicht, von Arbeit bis Das Kapital. Denn liegt nicht zunehmend schmerzlich vermisste Weitsicht - in beide Richtungen - darin, wenn Raulf mit schön gerolltem rrr Brechts 'Lob des Kommunismus' anstimmt? Oder können es nur die Fische & Vögel verstehen? Er ist keine Tollheit... Er ist das Einfache Das schwer zu machen ist. Perhaps, perhaps, perhaps."
Rigobert Dittmann

Jazzpodium, Juli 2012
"Hier war luftvolles Können angesagt, perfekte Atemtechnik und Spaß am tiefen Wohl- und Weheklang."
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Jazzthetik, März 2012
"Startende Flugzeuge oder vorbeituckernde Traktoren dürften sich im ähnlichen Frequenzspektrum vom großen As bis zum eingestrichenen E bewegen, und doch: Auch mit gleich vier Bass-Saxophonen kann man tatsächlich Musik machen. (...) Wieder sind die Arrangements interessant, unerwartet, pfiffig und originell. Die Exaktheit in den Bläsersätzen und das Atmen im Unisono beeindruckt. Dass es schwer ist, für vier gleiche Instrumentalfarben so zu arrangieren, dass die Melodielinien noch transparent und die Begleitstimmen klar zu differenzieren sind, ist bei Deep Schrott nicht erkennbar. (...) Die Tieftöner haben sich nicht nur mit ihrer abstrusen Besetzung, sondern auch mit ihrem speziellen Programm eine ganz besondere Nische erschaffen. (...) Deep Schrott sind cool..."

Stereoplay, April 2012
"Was sie den Blechkannen entlocken, ist einzigartig. Da entspringen beschwingte Melodien aus wohlig voluminösen Sätzen, da wirken Töne zerbrechlich, da strömt tonlos heiße Luft, da klappern Klappern. Vor allem aber verwandeln sie neun Titel von Bob Dylan und vier Stücke von Hanns Eisler in das glatte Gegenteil von Schrott. - Musikalische Kleinode von vier Tieftönern mit Humor."

Jazzpodium, April 2012
"Auf Hochglanz polierte Oldtimer-Tonkunst so genüsslich durch die Pressanlage zu ziehen, dass neue interessante Formen entstehen: Deep Schrott feiert fröhlich Demontage von heiliger wie großer Musik der vergangenen hundert Jahre. (...) Und die tiefen Messingbehälter mit ihrer schweren, aber alles andere als schwerfälligen Mechanik erzeugen mal avantgardistisch Sperriges, mal wohlklanglich Stilles oder zuweilen sogar mal trötig Gepowertes. Und die vier Musiker gehören zu den Virtuosen im Holzbläserfach der Republik - Crossover-Artisten, die breit gestreut im Kunstbereich tätig sind. (...) Hier schmatzt's und schnalzt's, es quietscht und kracht, schrille Obertöne machen sich breit wie tanzbare Klangfarben sich die Oberhand zurück erobern. In schepperndes wie filigranes Blechgewand eingepackte Tonkunst erzeugt Wohlgefallen bei Jazz-Polizei-resistenten Zuhörern."

Musenblätter, Juli 2012
Schlag auf Schlag ein wuchtiges Hörerlebnis – vergnüglich, spannend, virtuos... danken wir Deep Schrott für dieses außergewöhnliche, elementare Album. Ganze Rezension lesen

StadtRevue, März 2012
"Eine hochvirtuose Konzentrationsleistung. Das Quartett hebt in seinen Interpretationen alles Verrückte auf - effekthascherisch ist hier nichts. Sie benutzen die Dylan-Kompositionen auch kaum als Sprungbrett für ausgiebige Kollektiv-Improvisation. Es geht sehr fokussiert zur Sache. Die Arrangements arbeiten genau heraus, dass die Kompositionen Dylans auch ohne Texte und den legendär nöligen Vortrag Bestand haben - dass sie hier überhaupt erst als eigenständige Kunstwerke hörbar werden. Keine Frage, diese Dylan-Interpretationen sind das Schmuckstück dieser Aufnahme. Die Eisler-Adaptionen funktionieren ohnehin, fügen sich aber erstaunlich harmonisch ein. Ob Dylan wohl jemals Eisler gehört hat? Deep Schrott scheinen das mit ihrere Rekonstruktion nahezulegen." Felix Klopothek

Clarino (Magazin für Blasmusik), März 2012
"Ungeheuerlich ist so eine tiefe Besetzung, die kratzt und kräht und hobelt. Bei allem, was die vier Basssaxophonisten spielen, hört man ihren Humor und die eigenwillige Ironie der Sache, aber auch die Ernsthaftigkeit des Tuns und Begeisterung für dieses Ensemble. Mit "Deep Schrott" sind Kaling, Kaiser, Klare und Raulf auf jeden Fall Revolutionäre. Wie auch Bob Dylan einer war. Und auch Hanns Eisler. Wie schön, dass sich diese drei Komponenten auf einer CD getroffen haben."

Paris DJs (F), März 2012
"This is our discovery of the month, we never heard anything like this before, something between classical jazz, mainstream pop and heavy brass earthquakes!"
Link zu Paris DJs

JazzThing, Februar 2012
"Die Deep-Schrott-Versionen haben es in sich (...): auch wegen der ungeschönten Live-Aufnahmequalität. Blasmusik vom Feinsten."

Jazzzeitung, Februar 2012
"Daran haben die Vier schwer zu tragen: Ein Tiefpunkt musikalischen Schaffens, Schrott, kiloschwer... Erwartungshaltungen unterläuft das eingebildete 'einzige Bass-Saxophon-Quartett des Universums' mit gesunder Selbstironie am laufenden Meter. Statt dunkel und gewaltig klingt es hell und leicht, statt grob und massig auch mal grazil und empfindsam. Viel Humor ist da im Spiel, an erster Stelle aber musikalische Meisterschaft, Virtuosität und zudem haben die vier hörbar Spaß an der Sache." (Michael Scheiner)

P-Magazin, Februar 2012
"Erfrischend und gekonnt."

Bassic-sax (Kanada), Feb. 2012
"With Deep Schrott Plays Dylan & Eisler, 4 incredibly talented musicians make their bass saxophones sing the songs of peace and social change. Bass saxophones can sing, and Deep Schrott makes it appear as if they can do it effortlessly. Their arrangements are a blending of harmonies so pleasing, that you forget you are listening to bass saxophones, which for many years were forgotten or neglected. The question that has to be asked, is: Why? Sure bass saxophones are large, and somewhat cumbersome, but bands regularly pack much bigger and more cumbersome gear. In the overall scheme of things, bass saxophones are not that awkward, yet they add a level of depth and breadth to the music, not matched by any other instrument. If you play bass saxophone—or even if you just like the sound of the bass—then Deep Schrott is a group you absolutely have to have in your CD collection."
Helen Kahlke
Die vollständige Rezension auf www.bassic-sax.ca

Belg. Rundfunk BRF, März 2012
"Vier Basssaxophonisten lassen die Songs von Bob Dylan aufs Schönste brummen."

"Die Eleganz der Schiffssirenen" - HNA Kassel, 21. Februar 2012
"Was für ein Ambiente, was für ein Sound! Deep Schrott verwandelten die bis auf den letzten Platz besetzte Galerie in einen Kunst-Klangraum. (...)
Das Phänomenale an diesem exquisiten Quartett, welches (...) vier gestandene Meister der deutschen Saxofonszene vereint, ist die Bandbreite der Sounds und Stile. Mal grummeln die goldenen Hörner in betörenden Tiefen, beschwörend wie ein Didgeridoo, mal kreischen sie wie Schiffssirenen (sic!), um in eine swingende Eleganz zu verfallen, die an die große Zeit dieses Instrumentensauriers in den 20er Jahren erinnert. Anhaltender Beifall und mehrere Zugaben." Hartmut Schmidt

unter-geiern.blogspot.com, März 2012
"Abgesehen von Überraschungseffekt und Heiterkeitsausbruch funktioniert das Ganze auch musikalisch - so aberwitzig und abgedreht es auch klingen mag. Das ist wirklich originell und innovativ, eben nicht nur ironisch und augenzwinkernd, sondern auch ernsthaft hörbar."

Revue & Corrigée (F), Februar 2012
"Bien sûr, au-delà du caractère conféré aux diverses reprises, c’est le travail sonore varié effectué sur les saxophones basses (chacun des musiciens en ayant un autre modèle !) qui retient aussi l’attention de l’auditeur." Pierre Durr

Jazz in der Kammer (Magdeburg), 20. Februar 2012
"Ein im wahrsten Sinne des Wortes lange nachtönender Abend, mit Tönen die selbst ohne Verstärkung den Boden unter den Füßen vibrieren ließen."

Freie Presse, 20. Februar 2012
"Das exzellente Spiel des Quartetts hat, außer bei den selbst komponierten Titeln, meist gar nicht viel mit improvisiertem Jazz zu tun, glänzt eher durch ungewöhnliche Näherung an die Songs, denen sie eine ganz andere Dramatik geben, die sie in den Gegenwind stellen, ohne sie ins Unkenntliche zu prusten. Es glänzt auch durch die Arrangements, die zwischen manchmal kompaktem Gleichklang und manchmal zarten melodischen Soli eines Saxofons "gegen" oder eher im Sound der anderen oszillieren, zuweilen durch etwas Gesang ergänzt. Die vier Musiker entlocken ihren robusten Instrumenten berührende Klänge, die oft einen Hauch über dem Boden schweben - zart und verletzlich, stolz und selbstbewusst." Matthias Zwarg

Echo, 20. Februar 2012
"Die gewaltigen, golden glänzenden Blechungetüme auf der Bühne des Jazzinstituts sehen aus wie wild geschwungene Tonkanonen. Ist nicht nur das Instrumentarium des einzigen Bass-Saxofonquartetts in der Welt so ungewöhnlich, so sind es auch die immer wieder überraschenden Einsätze und Interaktionen dieser Vollblutmusiker." Ulfert Goeman

HNA CD-Tipp, 17. Februar 2012
"Auf dieser CD lassen sich zwei Klassiker ganz neu entdecken." (Gemeint sind Dylan & Eisler.) Andreas Gebhardt

Radio Unerhört Marburg, Februar 2012
CD der Woche.

musicfrom.nl, Feb. 2012
"Een concert van het viertal is een ware sensatie waarbij alle mogelijkheden van hun indrukwekkende instrument optimaal benut worden."

The Wine-Jazz Nexus, april 2011
"The members of Deep Schrott and the other musicians presented at ContraBassSaxophone.org clearly are entirely serious about the bass sax. For them, it's an important tool for making music, not a novelty instrument. For me, the essence of this sax’s sound is like the end of a cup of Turkish coffee—thick, rich, muddy, desirable in small sips." Ed Peaco

HNA, 11. Februar 2011
"... ein höchst originelles Konzert... Deep Schrott ist nicht nur ein tiefergelegtes Bläser-Quartett und weit mehr als eine kuriose Spielerei. In den Händen dieser vier Könner wird (...) eine ganz eigene Ton- und Formsprache gefunden, die auf das Beste Humor und Intellekt verbindet... Viel Applaus dafür."

The Guardian / The Observer (GB), 19. Dez. 2010
Hidden gems of 2010: the pop, world and jazz CDs you may have missed:
Deep Schrott, One
Weirdly endearing: four bass saxophones crunch their way through tunes by, among others, Led Zeppelin, King Crimson and Kylie Minogue. Never has this monster instrument been put through its paces with quite such determination. (In German, "Schrott" means "scrap metal".) DG
The Observer: Empfehlungen 2010

Jazzenzo.nl, Dezember 2010
Vier bassaxofoons op hun standaard op een verder leeg podium: het was een prachtig gezicht voordat deze vier mastodonten in werking traden. Maar toen de bespelers aantraden, verenigd onder de naam Deep Schrott, werd de sensatie nog groter. Met repertoire dat zich uitstrekte van Fleetwood Mac, Led Zeppelin, King Crimson en Slipknot en daar tussendoor eigen stukken, brachten de vier Duitsers een ode aan het oudste instrument van de saxofoonfamilie. En dat speelde zich niet veelal – zoals voor de hand ligt – af in de diepe regionen van de instrumenten, maar over het hele bereik. In ‘Left Behind’ van Slipknot gingen de bassaxen zo hoog, dat het geluid dwars door je hoofd sneed. Om daarna uiteraard de muzikale diepzee weer in te duiken. De bassaxofoons hebben bij Deep Schrott zowel een melodische als percussieve functie, terwijl krijsende solo´s uit elk dak gingen. Kenmerkend was dat elke compositie een verrassend slot meekreeg van de Duitsers.

Neue Westfälische Bielefeld, 7. Dezember 2010
"Der knorrig heisere Sound der schwach angeblasenen tiefen Kannen atmet die schwermütige Widerspenstigkeit und dunkel visionäre Kraft der Eislerschen Musik..."
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Auf Abwegen, November 2010
Was Apocalyptica dem Rock sind Deep Schrott dem Jazz. Oder wie oder was?! Vier Saxophonisten interpretieren Repertoire von King Crimson bis Slipknot und lassen es dabei ordentlich krachen. Nicht zu vergessen die Eigenkompositionen. One ist eine spaßige Platte voll trötiger Power: inbrünstig-schmatzend fetzen die Bass-Sax-Hälse die Gitarren-Stakkato-Attacken auseinander; das ist herrlich! Besodners bei den Coverversionen ist spannend nachzuvollziehen, wie die Arrangements in der Aufteilung auf die vier Saxophonfärbungen der Instrumentalisten neu wirken können.

Rheinische Post, 30. November 2010
"... versetzten sie den Hörer in Schwingungen wie auf einem akustischen Trampolin und vermittelten Bilder von einem quirligen Rudel Schwarzwild, von tapsigen Bären und trompetenden Elefanten..."
Die Rezension erhält den Großen Metaphernpreis der Schrottpresse 2010! Was für Bilder! Schwarzwild! Bären!! Elefanten!!! Trampolin!!!!

Convozine.com, 5. Oktober 2010
Introducing Deep Schrott, who advertise themselves as the only bass saxophone quartet in the universe — a niche I don't see becoming crowded anytime soon. Comprised of players from Germany and the Netherlands, the foursome bring sub-basement virtuosity to the Led Zepelin classic "Stairway to Heaven". Basso profundo props not only for original instrumentation, but for an intricate trio sonata arrangement spanning jazz and baroque styles.
Convozine.com

Kölnische Rundschau, 29. Juli 2010
"Die Virtuosen (...) zeigten eindrucksvoll, welch schiere Kraft Bass-Saxophone entwickeln können, wenn sie sich mal unisono eines Rock-Riffs annehmen. Allen klanglichen Gegebenheiten zum Trotz sind es die Feinheiten, die Deep Schrott so funkeln lassen: Die ausgefeilte Verteilung von Begleit- und Solo-Stimmen, wobei letztere eben doch überraschend filigran sein können, die 'modernen' Atem- und Klappengeräusche oder der plötzliche Wechsel um Weichen, Sanften..." ganzen Artikel lesen

Westfäl. Nachrichten/Münsterld. Volkszeitung, 23. Juli 2010
"Was die vier Herren mit den großen Kannen und dem assoziationsreichen Ensemblenamen hier zum Besten gaben, gehörte schlicht zum Besten, was eine so skurrile Besetzung zu bieten hat. In der Höhe klingt das Bass-Saxofon ein bisschen dünn und zickig, in der Mittellage butterweich, und ganz unten röhrt es wie ein brunftiger Hirsch oder hupt wie ein Ozeandampfer. Auch zu singen, swingig zu rocken oder effektvoll ein paar unkonventionelle Spieltechniken einzuwerfen, ist ihm ein Leichtes."

Jazzthing, Juni 2010
"... wenn sich Komposition und Improvisation ineinander verschränken, wenn mit dem sprichwörtlichen Schalk im Nacken die Schwerfälligkeit des Basssaxofons aufs Korn genommen wird, wenn die Saxofonklappen rhythmisch klopfen und geblasene Spaltklänge quietschen, wenn mit wild-ausgelassener Spielfreude humorig mit und über den tiefen Tönen soliert wird... Ein lautstarkes und flinkfingriges, vierköpfiges Ungeheuer... Roooaaar..."

clarino, Juni 2010
"Ein groteskes Bild, en grotesker Band-Name, ein grotesker Klang. Aber faszinierend... Zuerst bleibt einem der Mund offenstehen, dann fängt man an zu schmunzeln und denkt, das will ich nicht nur hören, das muss ich auch mal sehen!"

Jazzthetik, Mai 2010
"Der Bandname trifft es nur halb - sicherlich kein Schrott, ist es mit vier Bass-Saxofonen jedoch zweifellos deep. Bei forte-tutti klingen vier tiefe Kannen ähnlich wie landende Flugzeuge oder eine Herde vorbeifahrender Traktoren... Dann erschließen sich durchaus die lyrischen Momente der Tieftöner. Vor allem im klasse gemachten King-Crimson-Medley sind sehr sanfte melodische Bögen zu entdecken... Das Lustigste zum Anhören - wenn auch ernsthaft gespielt - ist Led Zeppelins 'Stairway to Heaven'. Trotz der vielen anderen witzigen Bearbeitungen, die es davon schon gibt - u. a. von Frank Zappa und Tiny Tim - konnten Deep Schrott mit ihrer von Ska/Polka angetriebenen Version noch einen draufsetzen." Angela Ballhorn

Westzeit, Mai 2010
"Diesem knatterigen, dunklen Sound kann man sich nicht entziehen. Zu groß ist das Spannungsfeld, das die vier Bass-Saxophone eröffnen. So einzigartig wie die weltweit einmalige Instrumentenbesetzung ist die Verschiedenartigkeit der ausgewählten Musik. In Peter Greens Klassiker 'Oh Well' pusten sich die vier durch tiefste Bassregionen, 'Helter Skelter' der Beatles schrauben sie in ungewöhnlicher Manier aus dem Mystischen in gruppendynamische Tiefen. 'Can't Get You Out of My Head' - Kylie Minogues Song erfasst auf wunderbare Weise den nachhaltigen Höreindruck: der Sound geht nicht mehr aus dem Kopf." Klaus Hübner

Radio Unerhört Marburg, 19. Mai 2010
CD der Woche.

Saarbrücker Zeitung, April 2010
"Es dürfte verbrieft sein: Der Vierer mit dem abfälligen Nenner ist das erste Bass-Saxofon-Quartett unseres Planeten. Noch wichtiger freilich: Mit welcher Inbrunst der zwischen Köln und Saarbrücken pendelnde Ausnahmebläser Wollie Kaiser (Kölner Saxofon Mafia) und seine hochkarätigen Mitstreiter mit ihren blechernen Jumbos Altmaterial etwa von Led Zeppelin, King Crimson, Beatles (Helter Skelter) und Selbst-Gegossenes schmieden und recyceln, lässt die Dielen wackeln, dass es eine Freude ist. Metal-Power trifft Jazzes-Schräge, heraus kommt viel mehr als nur 'altes Eisen'. 5 Sterne." Stefan Uhrmacher

Neue Westfälische, 29. April 2010
Ausführliche Rezension von "One". Ganzen Text lesen

Bad Alchemy 66, 2010
"Das Konzept, allein mit 4 Basssaxophonen für Schwung und Verblüffung zu sorgen, ist ja fast ein Selbstläufer. Skeptiker, die über die wechselnden Eigenkompositionen erst noch nachdenken müssen, schmelzen spätestens dahin, wenn die Vier 'Oh Well' von Fleetwood Mac anstimmen, freilich mit selbstironischem Gesang gegen Déjà-vu-Gemütlichkeit gewappnet. Auch darf bezweifelt werden, dass Charles Manson sich von einer Bassversion von 'Helter Skelter' zum Pigs-Killer animiert gefühlt hätte. Dazu röhren, knattern und knarren die Vier durch ein 'Crimson Medley', bei dem selbst Frösche ungeniert mitsingen könnten. Sie versenken Slipknot und den Kylie-Minogue-Hit 'Can't get you out of my head'. Und mit dem Oberheuler 'Stairway to Heaven', der zweiten Led-Zeppelin-Dröhnung neben 'Black Dog', versetzen sie einem den Knock Out. Aber nicht das Repertoire ist das Verblüffende. Was verblüfft, ist die, trotz der vergleichsweise tonnenschweren Ausrüstung, der Schwerkraft trotzende ROVA-Agilität der mit- und gegeneinander geführten Zacken und Kurven. Jumbo-Kunstflug, der nur das Unwahrscheinliche als Herausforderung annimmt. Hier ist ein Boahhh!! mal wirklich angebracht." Rigobert Dittmann

Radio Dreyeckland Freiburg, 11. Apr. 2010
"Wirklich ein beeindruckendes Album."

Neue Westfälische, 20. Nov. 2009
"Die Welt ist nicht genug..."
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Bonner General-Anzeiger, 16. Nov. 2009
"Man stelle sich einen frisch polierten Cadillac aus den frühen sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts vor..."
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Saarbrücker Zeitung, 20. Okt. 2008
"Wer das ultrafette Dröhnen von "Deep Schrott" nicht erleben durfte, hat was verpasst. Das frisch formierte "erste Bass-Saxofon-Quartett der Welt" stellte sich gut "eingeblasen" vor. (...) Jeder der (Bass-)Saxofonisten steuerte Selbstgeschreddertes "Auf dem Schrottplatz" bei, ferner gab's Bearbeitungen von Rock-Klassikern: Bei einer Parodie von Led Zeppelins "Stairway to heaven" war das Augenzwinkern kräftig; Kaisers Bearbeitung von "Helter Skelter" (1968) der Beatles hingegen brachte die heftigen Vibrationen dieses Heavy Metal der ersten Stunde glaubhaft rüber."